
Einladung zur Buchpremiere und Diskussion »Mehr Zeit zum Leben, Lieben, Lachen«
„Wir müssen alle mehr und länger arbeiten!“ – Das scheint das Gebot der Stunde. Dabei wollen die allermeisten Beschäftigten gar nicht mehr arbeiten. Eine Mehrheit will sogar weniger arbeiten. Das hält die schwarz-rote Regierungskoalition nicht davon ab, ihren Plan zur Abschaffung des 8-Stundentags weiter zu verfolgen und damit einer Verlängerung des Arbeitstages auf 13 Stunden Tür und Tor zu öffnen. Der Kampf um Zeit ist damit aktueller denn je.
Der DGB Nordhessen, die DGB Jugend Nordhessen und die Vierstundenliga Kassel möchten euch gerne zur Premiere des unlängst im Unrast Verlag veröffentlichten Buches unserer Kolleg*innen Kathrin Birner und Stefan Dietl »Mehr Zeit zum Leben, Lieben, Lachen« einladen. Und zwar
🗓 am Montag, den 24.11.25
⏰ um 19 Uhr
🏠 im DGB-Haus Kassel (Großer Saal, Spohrstraße 6-8, 34117 Kassel)
Gemeinsam mit Kathrin und Stefan möchten wir einen genauen Blick auf die Kämpfe um freie Zeit werfen. Auf ihren Einsatz, auf ihre Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Zusammen möchten wir diskutieren, welche Bedeutung diese Kämpfe für die Gewerkschaften, aber auch für andere politische und soziale Bewegungen und ihre Kämpfe haben.
Ebenso werden Stimmen aus der Gewerkschaftsbewegung wie aus der 4-Stunden-Liga zu Wort kommen. Musikalisch untermalt wird das Ganze durch den Arbeiter*innenliederchor Kassel.
Wir freuen uns sehr über die Unterstützung durch die August Spies Gesellschaft e.V. und Arbeit und Leben Hessen.

Impressionen












Interview
Vor der Veranstaltung haben wir die Möglichkeit genutzt, Kathrin & Stefan zu ihrem neuen Buch zu interviewen. Es geht um das politische Klima in Deutschland im Herbst 2025, um Geschichte & Aktualität der Kämpfe um Zeit und um ihre Einschätzung zum Potenzial der Forderung nach radikaler Arbeitszeitverkürzung. Hier ihre Antworten zu unseren Fragen – hört selbst:
Frage 1:
Arbeitszeitverkürzung ist aktuell in der Politik kein Thema mehr. Mehr noch: Es gibt einen regelrechten Backlash. Die Bundesregierung ist bspw. gewillt, den Achtstundentag abzuschaffen. Warum also das Buch zu dieser Zeit?
Frage 2:
Arbeitszeitverkürzung als Kämpfe um Zeit. Stellt uns doch mal Eure Perspektive vor. Wo wurden bzw. werden diese Kämpfe geführt?
Frage 3:
Warum ist Arbeitszeitverkürzung wichtig für ein feministisches Projekt?
Frage 4:
Welche Rolle kommt den Gewerkschaften bei den Kämpfen um Zeit zu?
Frage 5:
Wie schätzt ihr die Mobilisierungsfähigkeit des Themas Arbeitszeitverkürzung für gewerkschaftliche Kämpfe ein? Anders gefragt: Kann die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung aktuell noch eine mobilisierende Funktion haben?
Frage 6:
Die autoritäre Formierung der kapitalistischen Gesellschaft schreitet allerorts voran. Man kann leicht den Eindruck gewinnen, als seien Demokratien das passende Sprungbrett für den Übergang in rechtspopulistische oder faschistische Staatsprojekte. Sollte man sich trotzdem mit radikaler Arbeitszeitverkürzung beschäftigen?
Frage 7:
Wo würdet ihr die gesamtgesellschaftliche Bedeutung von Arbeitszeitverkürzung verorten?
Frage 8:
Wie lässt sich Eurer Meinung nach die utopische Dimension des Themas radikale Arbeitszeitverkürzung beschreiben?