
Achtstundentag verteidigen – 4-Stunden-Tag erkämpfen!
Unsere Kampagne im Rahmen der aktuellen Sozialproteste:
Für den 26.09. mobilisieren der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften für einen bundesweiten Aktionstag zur Rettung des Sozialstaats. Auch wir werden an diesem Tag auf die Straße gehen und rufen zur Teilnahme an den Protesten auf. Die Angriffe von Regierung und Kapital auf unser Leben und unsere soziale Absicherung dürfen nicht unbeantwortet bleiben. Der Klassenkampf von oben trifft all jene besonders hart, denen es in unserer Gesellschaft ohnehin schon schwer gemacht wird.
Gemeinsam gegen Verarmung und Prekarisierung, gemeinsam gegen die Verschärfung der Konkurrenz!
Richtig bleibt aber auch: Nur verteidigen reicht nicht, schon der jetzige Zustand ist eine Zumutung. Kämpft mit uns für echte soziale Absicherung und ein gutes Leben für alle. Kämpft mit uns für Kooperation und Solidarität, gegen Konkurrenz und Ellenbogen. Kämpft mit uns für bewusste Entscheidungen über Produktion und gesellschaftliche Prozesse – ausgehend von unseren Bedürfnissen – und gegen die blinde Macht des Kapitals.
Kämpft mit uns für weniger Lohnarbeit und mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge.
Gemeinsam für den 4-Stunden-Tag, bei vollem Lohn- und Personalausgleich, bezahlt vom Kapital!
Ein erstes Resümee:
Stand: 27.09.2026
Der bundesweite Aktionstag, zu dem der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften als auch zahllose lokale & regionale Bündnisse, Verbände & NGOs sowie Parteien und kleinere wie größere politische Gruppen aufgerufen haben, liegt hinter uns. Wir halten fest: 175.000 Teilnehmer*innen, verteilt auf 15 Städte, sind ein Grund zur Freude. Die Ablehnung des geplanten sozialen Kahlschlags ist verbreitet und viele Menschen sind bereit, ihren Unmut auf die Straße zu tragen.
Ob die Demonstrationen politische Konsequenzen haben, ist unklar. Bisher ist noch keine einzige Zumutung der Bundesregierung zurückgenommen worden. Ein Aktionstag wie dieser wird den Wind im politischen Berlin nicht drehen können. Und auch die Arbeitsgebervertreter sind per se erstmal alarmiert, wie wir bereits am Vorabend der Proteste anhand von Steffen Kampeters exemplarischen Ausführungen feststellen konnten.
Es muss also weitergehen. Ganz klar.
Als 4-Stunden-Liga, mit unserem Fokus auf Arbeit und Arbeitszeitverkürzung, haben wir unsere Protest-Motivation vor einigen Wochen so umrissen: Wenn es gelingt, den Achtstundentag und bestehende arbeitsrechtliche Standards zu verteidigen, bleibt zukünftig mehr Spielraum für eine progressive (Arbeits-)Zeitpolitik. Daran halten wir fest. Und wir bringen es überall ein, wo wir können, ob im gewerkschaftlichen Kontext oder in der lokalen Bündnisarbeit. Denn der Status Quo ist selbst eine Zumutung, die wir nicht verteidigen wollen.
Deshalb sagen wir, liebe Freund*innen: Tut euch zusammen. Organisiert euch. Nur so bauen wir die Stärke auf, die wir brauchen, um in diesem Konflikt zu bestehen.
Achtstundentag verteidigen!
4-Stunden-Tag erkämpfen!
Es gibt viel zu tun.